Maschinen- und Betriebshilfsring Traunstein e. V.

Legale Maissaat...

ist jetzt wieder unter bestimmten Auflagen möglich. Worum geht’s? Im Frühjahr 2008 gab es lokale Probleme mit Bienensterben, das anscheinend durch Maisbeize ausgelöst wurde. Das ist insgesamt eine längere Geschichte, die hier keinen Platz hat. Ergebnis war jedenfalls folgendes:
Bis Anfang Februar 2009 war in Deutschland faktisch keine Maisbeize und damit natürlich keine Aussaat von gebeiztem Mais erlaubt.
Wichtig für Dich als Maisanbauer sowohl auf eigenen Flächen als auch überbetrieblich gilt derzeit (Stand 12. Februar 2009) folgende Regelung:
  • Die sogenannte Hofbeizung ist grundsätzlich verboten!
  • Derzeit (Stand 12. Februar 2009) ist nur das Beizmittel Mesurol unter bestimmten Auflagen erlaubt.
  • Die firmeneigene (Mesurol-) Beizung muss getestet sein und darf einen maximal Abrieb von 0,75 g Staub je 100.000 Körner enthalten. Also beim Hersteller/Lieferanten bestätigen lassen!
Als Maissaatgeräte sind erlaubt:
  • Maissaat-Geräte mit mechanischer Vereinzelung
  • Maissaat-Geräte mit pneumatischer Überdruck-Vereinzelung (z.B. Becker)
 
Nicht erlaubt sind Maissaat-Geräte mit pneumatischer Unterdruck-Vereinzelung!

Diese Unterdruckgeräte müssen mit einem zertifizierten Umbausatz umgerüstet sein, damit eine 90%ige Staubabdrift-Minderung eingehalten werden kann.
 
 
Also nochmal zum Merken:
  • Keine Hofbeizung mehr, auch nicht mit Altbeständen.
  • Derzeit nur Mesurol-gebeiztes Saatgut zugelassen, das die Beiz-Qualitätsnor erfüllt. Unbedingt vom Hersteller/Lieferanten bei Bestellung und Lieferung bestätigen lassen!
  • Maissaat-Geräte mit pneumatischer Unterdruck-Vereinzelung unbedingt mit Umbausatz nachrüsten!

 

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